Urlaub Lüneburger Heide

Endlich war es wieder soweit. Ich konnte wieder mit den Mopsdamen in die Lüneburger Heide fahren. Es war aber auch wieder Zeit, nach einem Jahr Abstinenz machten wir uns Anfang Juni auf dem Weg in die Lüneburger Heide. Diesmal machten wir Urlaub auf dem Lindenhof in Marxen am Berge. Für Hundebesitzer ist der Lindenhof sehr zu empfehlen, die Ferienwohnungen sind sehr sauber, ordentlich und gemütlich. Mein Fleisch für die Hunde konnte ich bei den Eigentümern im Gefrierschrank unterbringen (also auch für Barfer kein Problem).

 

Für den Urlaub haben ich mir einige Wanderungen in dem Naturpark Lüneburger Heide vorgenommen. Zusammenfassend kann ich bereits hier sagen, dass alle Wege sehr gut ausgeschildert sind, so dass man hier keinerlei Wanderkarten benötigt.

Gestartet sind wir als erstes auf einem Rundwanderweg in Behringen. Der Rundwanderweg hat die Wegbeschreibung B2, ist 10 km lang und wurde mit "Heideweite" beschreiben. Die Tour führt über verschwiegene Heidepfade durch die Behringer Heide, um nach der Durchquerung eines kleinen Waldstückes, vorbei an einem historischen Schafstall, in die Weite der Heidefläche am Wulfsberg zu entlassen. Fantastische Rundumblicke nach schattigen Wegstücken, quer durch knorrige Stühbüsche begleiten den ganzen Weg über den Wulfsberg bis hin zum Hof Tütsberg. Hier finden sich an vielen Stellen Informationen über die Arbeitsweisen aus früheren Zeiten entdecken. Mit etwas Glück sieht man hier auch Heideschnuckenherde (was wir hatten). Lustig fand ich das zwischen den Heideschnucken sich auch Ziegen befanden. Diese Wanderung sollte man nicht bei großer Hitze erlaufen, da man größtenteils nur durch die offene Heidefläche läuft und sich hier kaum Schatten befindet.

Die nächste Rundwanderung befand sich auch in Behringen und hatte die Wegbezeichnung B1 mit dem Namen "Geborgenheit unterm Blätterdach" mit ebenfalls 10 km Weglänge. Nicht ohne Grund hat das zuständige Forstamt gekämpft, auf dieser Fläche einen Friedwald einrichten zu dürfen. Der Wanderweg führt durch einen Wald mit besonderer Atmosphäre und herrlichen Baumgestalten- und genau in dem Moment, wo man sich fragt, ob so eine Heidewanderung ganz ohne Heide nicht doch ein wenig witzlos ist, tritt der Wald zurück und öffnet sich für den freien Blick über den Totengrund. Man erklimmt den Aussichtspunkt am Totengrund und folgt dann einem ganz besonders schönen Wegabschnitt, der genau auf der Hangkante entlang um den Totengrund führt. Die ganze Zeit bietet sich ein spektakulärer Ausblick auf dieses faszinierende Tal Der Rückweg führt dann mit Hilfe eines kleinen Bohlensteges über einen moorigen Bereich zurück in den Schutz der Bäume. Diese Wanderung ist auch bei sehr warmen Wetter gut zu erlaufen, da sich größtenteils durch ein Waldgebiet führt.

Bei sehr heißem Sommerwetter nahm ich mir eine Wanderung vor, die nicht nur durch offene Heide, sondern auch im Großteil im Schatten von Bäumen bzw. entlang des Waldes läuft. Die Wanderung O3 hat ihren Start in Oberhaverbeck und ging über 8 km. Der klangvolle Name der Wanderung lautet "Weitblick als Geheimtip". Der erste Teil des Weges läuft parallel zum Familienerlebnispfad Machandel. Man trifft auf einen Bach (die Möpse kühlten sich hier gleich die Pfoten), auf Teiche, Heide und Wald und einen heimlichen Insiderfavoriten: den Bolterberg. Läppische neun Höhenmeter fehlen ihm gegenüber seiner prominenten Konkurrenz, dem Wilseder Berg. Durch den Schatten der Bäume kann man diese Wanderung auch bei wärmeren Wetter mit Hunden absolvieren, man sollte aber genügend Wasser zum Trinken mitnehmen.

Nach einer kräftigen Abkühlung von oben und einen Temperatursturz auf 16 Grad nahmen wir die nächste Wanderung in Angriff. Die Wanderung "Totes Holz und lebendige Heide" hat die Bezeichnung N2 (Länge 7 km) und startet in Niederhaverbeck. Es war wiederum eine sehr schöne Wanderung. Offene Heideflächen wechseln sich ab mit ehrwürdigen Eichen und Birken und bizarren Wacholdern, die uns bis hinauf zum Fuße des Wilseder Berges begleiten. Auf dem Rückweg lädt direkt neben dem Fürstengrab eine Aussichtsplattform ein, den Wilseder Berg aus der Ferne zu betrachten. Das letzte Wegstück gab diesem Rundweg den Namen: zerfallende Baumstümpfe zwischen den jungen Heidesträuchern. Zur Jahrtausendwende wurde hier ein Fichtenwald geschlagen, in nur wenigen Jahren eroberte sich die Heide ihre Fläche zurück.

Heute wollte ich einen Ausflug nach Uelzen machen. Ich nahm die Gelegenheit wahr eine Wanderung im Naturpark Südheide zu unternehmen. Ausgesucht habe ich mir die Wanderung "Schmarbecker Wacholderwald". Es gibt hier drei Touren von 4, 7 und 12 km Länge. Ich kann die 12 km Wanderung sehr empfehlen. Die als Schmarbecker Wacholderwald bezeichneten Wacholderheiden zählen zu den schönsten Heidegebieten im Naturpark Südheide. Hier wachsen die bis zu mehr als fünf Meter hohen Wacholder.

Heute ging es wieder zurück in den Naturpark Lüneburger Heide. Der Start der Wanderung mit dem Namen "Friedwaldweg" mit der Bezeichnung V2 (Länge 7,5 km) beginnt in Volkwardingen. Dieser Weg führt durch abwechslungsreichen Laubwald direkt nach Sellhorn und von dort zum Totengrund. Entlang des wunderschönen Totengrundes sollte man sich die Zeit nehmen um die Einzigartigkeit dieser Landschaft auf sich wirken zu lassen. Nicht weniger imposant ist der nächste Wegabschnitt, der durch den abwechslungsreichen Baumbestand des Friedwaldes führt.

Ringwallanlage

Heute haben wir die letzte Wanderung im Naturpark Lüneburger Heide unternommen. Da für den Mittag schlechtes Wetter angekündigt worden ist, habe ich eine kleine Wanderung von 4,5 km in Niederhaverbeck (Rundweg N3 - keine Fußgängermaut) ausgesucht. Fantasie bitte: wie sah es hier aus, als dieser Weg so intensiv genutzt wurde, dass es eine Zollstation gab? Jedenfalls vermuten Historiker diese Nutzung hinter der merkwürdigen, romantischen zugewucherten Ringwallanlage, an den der Weg vorbei führt. Heutzutage hat sich der wunderschöne Wanderweg gerade auf der Höhe des Ringwalls in einen verwunschönen Pfad verwandelt.