Wie werden meine Hunde ernährt?

 

Meine Hunde werden seit ein paar Jahren gebarft (BARF = Biologisch Artgerechtes Rohes Futter). Ich stehe meinen Welpenkäufern hier mit Rat und Tat zur Seite. Bei Bedarf kann ich den zukünftigen Hundebesitzern aber auch ein sehr gutes Dosen-/Trockfutter empfehlen.

 

Warum barfe ich meine Hunde.

 

Grund 1)

 

Der Hund ist ein Karnivor (Fleischfresser). Er hat kräftige Eckzähne, um die Beute zu greifen und Backenzähne mit scharfen Kanten, um Fleisch und Knochen durchbeißen zu können.

 

Im Gegensatz zu Pflanzenfressern hat der Hund keine Verdauungsenzyme, der Hundespeichel ist sehr zähflüssig und dient als Gleitmittel für die Nahrung.

 

Der Magen des Hundes ist im Vergleich zu Pflanzenfressern sehr groß: z.B. achtmal so groß wie ein Pferdemagen, in Relation zum Körpergewicht. Die Magensäure des Hundes enthält anteilig zehnmal mehr Salzsäure als die des Menschen. Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch.

 

Der Darm des Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Darm des Pflanzenfressers (Verdauung von Fleisch und Knochen beim Hund max. 24 Stunden; bei Pflanzenfresser 4 bis 5 Tage).

 

All diese Fakten sprechen eindeutig dafür, dass der Hund ein Fleischfresser ist.

es gibt regelmäßig frische Knochen

 

 

Grund 2)

 

Die Gesundheit

 

Der hohe Getreideanteil von Fertigfutter verursacht einige Probleme beim Hund. Es kommt zu Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall. Bei Trockenfutterfütterung wird das Immunsystem geschächt durch den Mangel an Enzymen, Amonosäuren, Antioxidantien und essentiellen Fettsäuren, die überforderte Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht mehr richtig; durch die fehlende Zahhygiene entstehen Zahnstein und chronische Entzündungen im Maul, die wiederum das Immunsystem schwächen. Nierenprobleme sind nicht selten.

 

Die Vorteile einer BARF-Fütterung sind

 

  • kaum oder kein Zahnstein
  • kein übler Körpergeruch
  • weniger Parasiten
  • starkes Immunsystem
  • wesentlich kleinere Kotmengen (bei Fertigfutter ist die Kotmenge 3x größer)
  • starke Bänder und Sehnen
  • bessere Muskulatur
  • Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
  • weniger Wachstumsprobleme
  • Risiko von Magendrehung drastisch reduziert
  • schönes, gesundes, glänzendes Fell

 

Pferdefleisch mit Obst und Gemüse (Zucchini, Äpfel, Stachelbeeren, Karotten), Leinöl

Fertigfutter - was ist das?

 

Den wenigsten Hundebesitzern dürfte klar sein, was alles für "leckere" Sachen in diesen Futtersäcken sind. Von den Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern wissen schon viele, und es gibt inzwischen auch zahlreiche Marken, die angeblich ohne diese Schadstoffe auskommen. Wieso das Futter trotzdem mind. 1 Jahr haltbar sein kann, erklären sie nicht.

 

Problematisch ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der einzelnen Zutaten. Was versteht man unter den Begriffen "Tierische Nebenprodukte", "Geflügelfleischmehl", "Trockenschnitzel", "Fischmehl" oder "Knochenmehl".

 

Im folgenden einige Tierkörperteile, die auch in den besseren Hundefutterprodukten enthalten sind:

 

Hühner: Füße, Schnabel, Federn, Kot

 

Rinder: Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin;

 

dazu der Abfall von Getreidemühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken.

 

Alle Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (60-90 Prozent) aus Getreide.

 

Vitamine, Enzyme, Amonsäuren und essentielle Fettsäuren werden zerstört, verändert oder beschädigt durch die Erhitzung im Herstellungsverfahren, viele Narkosemittel und Medikamente jedoch nicht. Auf diese Substanzen wird das Futter aber nicht untersucht. Schon mal überlegt, wo die Kadaver vieler unserer verstorbenen Lieblinge landen? Im Knochen- und Fleischmehl!

 

Dazu kommt, dass die Abeckereien sich oft nicht einmal die Zeit nehemen, Flohhalsbänder von verendeten oder eingeschläfterten Tieren oder die Plastikverpackungen von abgelaufenen Supermarkt-Fleisch zu entfernen, bevor diese zu Knochen- oder Fleischmehl verarbeitet werden.

Zu weiteren Erläuterungen und Informationen der Barf-/Rohfleischfütterung verweise ich auf den Artikel „Zur Ernährung des Hundes“ von Swanie Simon. Mit freundlicher Genehmigung von Frau Simon darf ich diesen sehr informativen Artikel auf meiner Homepage einstellen.